Blick zurück und nach vorne

Die Geschäftsführer Alexander Brockt (links) und Ulrich Schröder (rechts) feiern in diesem Jahr ihr 40. bzw. 30. Betriebsjubiläum. Sie prägen LOXX seit vielen Jahrzehnten und haben das Wachstum des Unternehmens maßgeblich mitgestaltet. Im Interview berichten sie, wie sich LOXX seither entwickelt hat, welchen Beitrag Grüne Logistik für den Umweltschutz leisten kann und wie wichtig flexible digitale Lösungen sind.

Sie sind beide jeweils zu Beginn Ihrer Karriere zu LOXX gekommen und feiern in diesem Jahr eindrucksvolle Betriebsjubiläen. Wie hat sich LOXX seither entwickelt?

Brockt: Zu Beginn meiner Laufbahn war LOXX ein kleines Unternehmen mit etwa zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Besonders mit dem Umzug nach Gelsenkirchen sind wir international voll durchgestartet. Mittlerweile haben wir rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und können unseren Kundinnen und Kunden ein sehr breites speditionelles Angebot bieten. Im Laufe der Jahre haben wir uns vom kleinen Nischenanbieter zum Hidden Champion im internationalen Speditionsgeschäft etabliert.

Schröder: Wir haben tatsächlich einen weiten Weg zurückgelegt und uns weiterentwickelt: Vom Spezialisten für LTL/FTL für Ost- und Südosteuropa hin zum Allrounder für das europäische Stückgut-Geschäft und darüber hinaus. Unser breites Angebot, besonders mit Blick auf die Abfahrtsfrequenz und die Anzahl der Zielstationen, ist einzigartig in Nordrhein-Westfalen.

Was sind für Sie persönlich bislang die größten Meilensteine in Ihrer Laufbahn?

Schröder: Bei LOXX hatte ich die Möglichkeit, mich stetig beruflich weiterzuentwickeln – vom Sachbearbeiter bis hin zum Geschäftsführer. Natürlich musste ich meine Chancen selbst ergreifen, aber ich habe auch Unterstützung erhalten und konnte mir immer Rat einholen.

Brockt: Für mich war der Umzug von Essen nach Gelsenkirchen ein ganz wichtiger Meilenstein. Ich habe mich damals dafür eingesetzt, weil ich fest davon überzeugt war, dass sich auch die hohen Investitionen auszahlen würden. Mit dem neuen Standort hatten wir dann eine starke neue Basis für das darauffolgende Wachstum von LOXX.
Aktuell befindet sich LOXX in einem Transformationsprozess. Wir haben beispielsweise seit 2018 eine neue Speditionssoftware, durch die wir viel leistungsstärker sind. Aber auch mit unserem neuen Führungs-Duo im Lager, mit Uwe Karrenberg als neuem Geschäftsführer der LOXX Lagerlogistik GmbH und Jens Krämer als neuer Lagerleitung, haben wir ein innovatives Team, das bereits erste erfolgreiche Projekte zur Prozessoptimierung realisieren konnte. Mit den technischen Möglichkeiten und dem entsprechenden Know-How haben wir in den vergangenen Jahren ein neues Level erreicht.

Schröder: Auch aus meiner Perspektive war der Umzug nach Gelsenkirchen ein enorm wichtiger Entwicklungsschritt für das Unternehmen. Ohne ihn wüsste ich nicht, ob es LOXX so noch geben würde. Durch die LOXX Speditionsanlage und die damit verbundene Konzentration auf einen Standort hatten wir ganz neue Möglichkeiten – weiter zu wachsen, neue Hallen zu bauen. Das hat die Entwicklung nach vorne erst ermöglicht.

Die Logistikbranche entwickelt sich kontinuierlich weiter. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Trends in der Logistik?

Brockt: Die Digitalisierung ist in der Logistikbranche eines der wichtigsten Themen – auch für die kommenden Jahre, denn sie bietet uns auf vielen Ebenen ganz neue Möglichkeiten. Warenbewegung gab es schon immer und mit neuen technischen Möglichkeiten erhalten Auftraggeber sehr transparent und fortlaufend Informationen, wo sich die Ware befindet, wann sie voraussichtlich zugestellt wird u.v.m. Das gewährt sowohl unseren Kundinnen und Kunden als auch uns eine effektivere Planungssicherheit.

Schröder: Ein wichtiges Stichwort dabei ist auch die Automatisierung. Das umfasst verschiedene Prozesse von der Tourenplanung bis zum digitalen Abrechnungssystem mit E-Billing. Automatisierte Prozesse ermöglichen es uns, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sinnvoller einzusetzen, beispielsweise in der direkten Kundenbetreuung. Wir sehen auch noch weitere Abläufe, die wir zukünftig bei uns im Lager umstellen könnten, beispielsweise beim autonomen Fahren von Flurförderzeugen.

Das Thema Nachhaltigkeit nimmt an gesellschaftlicher Relevanz immer weiter zu. Welchen Beitrag kann die Logistikbranche leisten, um die natürlichen Ressourcen zu schonen?

Schröder: Damit Ökonomie und Ökologie im Einklang sind, müssen wir gemeinsam mit unseren Auftraggebern Lösungen finden. Ein wichtiger Ansatz ist eine effiziente Tourenplanung. Dazu gehört beispielsweise unser Shuttle Konzept oder auch die optimale Ausnutzung des Laderaumes, der sogenannten Filling Rate. So können wir Fahrten mit ungenutztem Laderaum vermeiden und Leerfahrten minimieren.

Brockt: Neben den speditionellen Möglichkeiten gehört zum nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen auch eine grüne Logistikimmobilie. Mit der automatischen Beleuchtung in den Hallen, der Photovoltaikanlage auf dem Dach oder der Einleitung von Regenwasser in den Emscher-Fluss zur Renaturierung sind wichtige Beiträge dazu.

Wagen Sie einen kleinen Ausblick: Wo sehen Sie die Stärken von LOXX für die nächsten Jahre?

Schröder: Bei LOXX hatten wir schon immer eine Affinität zu automatisierten Prozessen und Lösungen. Ganz aktuell haben wir ein dynamisches Spurenkonzept für das Lager verwirklicht, das automatisch erkennt, wenn Spuren voll sind und eine neue Spur geöffnet werden muss. In der Entwicklung von kurzfristigen und flexiblen Lösungen mit unserer internen IT-Abteilung sehe ich auch für die kommenden Jahre unsere Stärke.

Brockt: Ich sehe ebenfalls eine wichtige Basis von LOXX in der Entwicklung von digitalen und automatisierten Lösungen. Mit unserer IT-Abteilung können wir Projekte schnell intern entwickeln und umsetzen.

Diesen und weitere Artikel finden Sie in der eXXpresso Ausgabe 11/2021.

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