Corona-Krise als Herausforderung

Alexander Brockt, LOXX Geschäftsführer, erläutert im Interview, wie sich die Corona-Krise bislang auf das Unternehmen ausgewirkt hat und welche Maßnahmen bislang ergriffen wurden.
(Stand: November 2020)

Herr Brockt, seit einem guten dreiviertel Jahr lebt auch die Logistik-Branche mit der Corona-Pandemie. Was ist Ihnen damals durch den Kopf gegangen, als sich Europas Grenzen nach und nach schlossen?
Ich habe den Ausbruch der Corona-Pandemie eher als Prozess wahrgenommen. Aber als Geschäftsführer eines exportorientierten Unternehmens war mir schnell klar, dass wir speditionell und unternehmerisch, auch im Sinne unserer Mitarbeiter, reagieren mussten. 

Welche Maßnahmen hat LOXX speditionell bislang ergriffen, um gut durch die Krise zu kommen?
Für uns gab es die Herausforderung, dass teilweise, wie bspw. in Frankreich, Unternehmen wegen der Ausbreitung des Coronavirus gänzlich die Arbeit eingestellt haben. Wir mussten reagieren und haben auf eine enge Abstimmung mit unseren Partnern gesetzt und konnten sie davon überzeugen, dass systemrelevante Güter auch weiter transportiert werden
müssen. So konnten wir gemeinsam mit unserem guten und über lange Jahre erprobten Netzwerk alle Stückgutlinien von und nach Gelsenkirchen europaweit aufrechterhalten – was andere Unternehmen nicht gewährleisten konnten. 

Wie haben Sie innerhalb des Unternehmens reagiert?
Wir haben frühzeitig auf die Pandemie reagiert und Mitarbeiter bereits Ende Februar über verschiedene vorbeugende Maßnahmen informiert. Zudem haben wir Geschäftsreisen unseres Außendienstes eingestellt und einen Arbeitskreis zur Eindämmung des Virus gebildet. Dort saßen wir mit Mitarbeitern aus vielen Bereichen im Unternehmen phasenweise mehrmals die Woche zusammen – von der Haustechnik über die Arbeitssicherheit, das Personalwesen bis hin zum Lager und zur Geschäftsleitung.

Manchmal waren wir vor ganz banale Probleme gestellt, z. B. wie man in der Hochphase einer Pandemie an ausreichend Desinfektionsmittel herankommt. Um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, haben wir die Präsenz unserer Teams ausgedünnt und sind teilweise auf das mobile Arbeiten umgestiegen.

Wie hat sich die Auftragslage für LOXX seither entwickelt?
Das erste Quartal ist prima gelaufen. Mit Beginn der Corona-Pandemie sind unsere Umsätze allerdings um ca. 15 bis 20 Prozent zurückgegangen. In dieser Phase hatten wir auch für einige Monate die Kurzarbeit in Anspruch genommen.
Mittlerweile arbeiten wir uns wieder an einen Nullpunkt zu Vor-Corona-Zeiten heran. In Deutschland war die Lage relativ stabil, doch in anderen Ländern machen sich die
Auswirkungen der Beschränkungen deutlicher bemerkbar.

Ist LOXX für die weiteren Entwicklungen in der Pandemie vorbereitet?
Anfang des Jahres hat uns die Pandemie etwas unvorbereitet getroffen, doch die aktuelle Lage war für uns im Sommer bereits grundsätzlich absehbar. Wir haben uns im Sommer weiter mit dem Thema auseinandergesetzt und in regelmäßigen Treffen das weitere Vorgehen besprochen. So sind wir beispielsweise für ein breites mobiles Arbeiten gut aufgestellt und haben weitergehende Maßnahmen verankert.

Wie sehen Sie den kommenden Monaten entgegen?
Die weitere Entwicklung ist schwierig absehbar, besonders da wir als Logistikunternehmen von der internationalen Entwicklung abhängig sind. Aber wir sind auf Vieles vorbereitet und alles Weitere wird die Zeit zeigen.

Das Interview ist in der aktuellen Ausgabe der eXXpresso erschienen. Hier geht's zum Download.