Der Weg in die digitalie Zukunft

Ob Ladelisten auf dem Tablet oder Aufträge per Knopfdruck – digitale Arbeitsprozesse sind in einer Spedition nicht mehr wegzudenken. Mit einer eigenen IT-Abteilung und umfangreichen Investitionen hat sich LOXX in den vergangenen Jahren für die digitale Transformation gerüstet.

Welche Tätigkeiten wohl in den nächsten Jahren noch von Menschen erledigt werden, darüber denkt Axel Kridde, Leiter der IT-Abteilung bei LOXX, häufig nach. „In der IT-Welt ändert sich alles ständig, das gehört einfach zum Wesen der Branche dazu. Das ist spannend, hält uns aber auch ganz schön auf Trab“, berichtet er. Axel Kridde weiß, wovon er spricht. Seit mehr als 30 Jahren ist er bei LOXX und leitet die inzwischen elfköpfige IT-Abteilung. Der gelernte Spediteur interessiert sich seit den frühen 1980er Jahren für Computer und hat sich in die Materie eingearbeitet. „Die Technologie von heute bietet so viele Möglichkeiten. Umso wichtiger ist es, dass wir genau wissen, was wir zur Optimierung unserer Prozesse und Dienstleistungen nutzen können. Denn sonst bringt uns die beste Hard- und Software nichts“, so Axel Kridde.

Einführung eines neuen Transportmanagementsystems
Ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung und eine der größten IT-Investitionen der vergangenen Jahre war Ende 2018 die Einführung eines neuen Transportmanagementsystems. Gut zwei Jahre hat die Einführung gedauert und Axel Kridde und seinem Team so manche schlaflose Nacht
bereitet. „Bei der Einführung haben wir phasenweise im Schichtbetrieb 24/7 den Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung gestanden. Wenn die Fahrer auf der Matte standen, dann mussten natürlich auch alle Informationen parat sein“, so Axel Kridde. Neben dem Aufwand bietet aber jede Umstellung Gelegenheit zur Reflektion, also zum Hinterfragen der bestehenden Prozesse. Dadurch können Abläufe weiter optimiert werden. Bei der Konfiguration der neuen Software ist es beispielsweise wichtig, dass Auftrags- und Sendungsdaten fehlerfrei und vollständig erfasst werden, so dass die anschließenden Prozesse reibungslos anschließen können. Die neue Software ermöglicht es LOXX, die Definitionen und Regelung neuer oder geänderter Prozesse weitestgehend ohne Programmierung selbstständig vorzunehmen. Abweichungen vom definierten Prozess werden proaktiv dem zuständigen Mitarbeiter angezeigt. Dieser kann dann entsprechend reagieren und weitere Maßnahmen einleiten.

Digital gut aufgestellt
LOXX hat bereits viele Prozesse digital umgestellt: Bei der Packstückverfolgung, dem Dokumentenmanagement, der Auftragserfassung per DFÜ bzw. über das LOXX Datacenter oder in der Eingangsabrechnung herrscht schon längst nahezu papierloser Alltag. Während der Corona-Krise
konnte das Team von Axel Kridde kurzfristig reagieren und vielen Mitarbeitern die mobile Arbeit ermöglichen. Auch im Lager laufen viele Prozesse digital. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten beispielsweise die Ladelisten über das Transportmanagementsystem direkt auf ein Tablet, mit dem sie mobil im Lager unterwegs sind. So sind die Informationen zu den Sendungen und Zustellterminen immer synchron zu den Angaben, die die Disponenten im System hinterlegen. Über ein Ampelsystem sehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einen Blick, welche Sendung welche Prioritätsstufe hat.

Lückenlose Sendungsverfolgung
Doch auch die Kunden sollen möglichst immer ihre Ware im Blick haben können. „Wir wollen unseren Kunden die Informationen zu ihrer Sendung über den gesamten Transportweg möglichst transparent und unkompliziert zur Verfügung stellen“, sagt Carsten Battenberg, Leitung Europäische Landverkehre. Am Logistikstandort in Gelsenkirchen ist jedes Packstück über GPS-Scannung und mittels Kameras erfassbar, doch nicht überall in Europa ist die Sendungsverfolgung flächendeckend möglich. In manchen Gebieten erbringt die technische Infrastruktur nicht die Voraussetzungen. 
Um Kunden möglichst lückenlos Informationen zu ihrer Sendung zur Verfügung zu stellen, werden zusätzlich die GPS-Daten der Lkw benötigt. Die Positionsdaten der Lkw werden aktuell dezentral von den verschiedenen Anbietern gesammelt. LOXX arbeitet an einer Lösung, bei der die Daten in einem Portal zentral gesammelt und zugänglich gemacht werden sollen. „Das GPS-Tracking ist ein wichtiger Baustein bei der Sendungsverfolgung. Das ist nach dem Transportmanagementsystem eines der großen IT-Projekte für die nächste Zeit“, berichtet Axel Kridde. 

Den vollständigen Artikel finden Sie in der  eXXpresso 11/2020.